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Glücksbringer Sotschi

Das, liebe Fans der deutschen Nationalmann­schaft, nennt man wohl einen Satz mit X – so hatte HELMUT sich den WM-Auftakt nicht vorgestellt. Ein überraschend schwacher und uninspirierter Auftritt unserer Elf, der mit einer verdienten Niederlage endete. Zwar waren alle auf dem Platz bemüht und sind viel gerannt, aber da fehlte eindeutig das Feuer. Es wirkte zu keinem Zeitpunkt, als würde einmal ein richtiger Ruck durch die Mannschaft gehen und etwas Tempo in die Vorwärtsbewegung reinkommen. Das war definitiv nix. Aber das gilt auch für uns auf den Rängen, oder? Der Support war mehr als müde, unter zugegebenermaßen schwierigen Bedingungen. Zum einen war die Zahl der Fans, die den Weg nach Moskau auf sich genommen haben, so gering wie schon lange nicht mehr bei einem internationalen Turnier. Zum anderen hat das legendär fanunfreundliche Ticketsystem der FIFA wie schon in Brasilien dazu beigetragen, dass die recht wenigen – wir schätzen 5.000 – deutschen Fans nicht einmal #zsmmn in einem Block stehen durften. So ist es kaum einmal gelungen, einen gemeinsamen lautstarken Sprechchor anzustimmen.

Okay, auch die mindestens 30.000 Mexikaner im Stadion fanden sich im gesamten Rund verteilt wieder. Wie laut die wohl gewesen wären, wenn alle gemeinsam hinter dem Tor gestanden hätten. HELMUT gibt auch gerne zu, dass er die Mexikaner – eigentlich die meisten südamerikanischen Fanszenen – für ihre Lieder ein wenig beneidet. Alle kennen die Texte und singen mit, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau. Die südamerikanischen Rhythmen tragen den Rest bei.
Gefallen hat HELMUT das Stadion. Eigentlich sind so riesige Schüsseln nicht sein Ding, aber das Luschniki ist mit dem Umbau wirklich gut gelungen. Kein Schnickschnack und von überall kann man das Spiel wunderbar sehen. Und auch der Schiri war klasse. Manche runzeln über Schiedsrichter, die nicht aus einem erfolgreichen Fußballland kommen, schon vorab die Stirn, aber Alireza Faghani aus dem Iran war souverän. Nicht gefallen hat HELMUT dagegen, dass viele Fans aus Deutschland vor dem Spiel verzweifelt auf der Suche nach Karten waren – und mal wieder die ganzen Sponsorentrupps an sich vorbei ins Stadion ziehen lassen mussten.

Jetzt also Sotschi am Schwarzen Meer. Meine gute Fee, also mein Aberglaube, sagt, das sind gute Vorzeichen. Immerhin hat unsere damals so junge Nachwuchself mit Sotschi als Teamquartier den Confed-Cup gewonnen. Diesen frischen und inspirierenden Spirit brauchen wir auch, um die Schweden zu besiegen. Und damit meine ich nicht nur die Spieler auf dem Rasen, sondern auch uns Fans – Auf geht’s Deutschland!
Euer HELMUT


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