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Heimverein: FK Rubin Kasan

Erfolge feierte der Futbolny Klub Rubin Kasan erst in der jüngeren Vergangenheit, seine Geschichte reicht aber bis in die 1930er-Jahre zurück. Wie viele sowjetische Vereine wurde auch Rubin im Umfeld einer Fabrik gegründet. Genauer der Fabrik Grunow in Kasan und zunächst unter dem Namen Komanda Leninskowo Rajona. Als Gründungsjahr Rubins gilt aber das Jahr 1958. Danach dauerte es genau 50 Jahre, bis der erste Titel gefeiert werden konnte. 2008 wurde Rubin russischer Meister und konnte diesen Erfolg direkt im darauffolgenden Jahr wiederholen. 2012 gewann der Klub dann erstmalig den russischen Pokal, der bislang letzte Erfolg.

Bürgermeister und Präsident

So etwas wie die 50 + 1-Regel existiert im russischen Fußball nicht. Die Klubs gehören Oligarchen, staatlichen oder privaten Unternehmen und öfter auch Regionalregierungen. In Kasan gibt es eine Art Mischung. Als 1996 Kamil Iskhakov den Klub in der zweiten Liga übernahm, war er zeitgleich auch Bürgermeister der Stadt. Das brachte den Aufschwung, denn mit den finanziellen Mitteln der Region gelang bald der Aufstieg, und während der goldenen 2000er-Jahre wurden Millionentransfers getätigt. In den letzten Jahren geriet Rubin jedoch in finanzielle Schieflage, und nachdem auch die öffentlichen Gelder die Löcher nicht stopfen konnten, wurde der Verein im letzten Jahr weiter verkauft. Der damals amtierende Präsident Rubins – in Personalunion Präsident der Region Tatarstan – begründete den Verkauf auch damit, dass sowohl er als auch der Bürgermeister von Kasan neben ihren Amtsgeschäften keine Zeit mehr für die Führung eines Fußballklubs hätten. Finanziell wurde es nicht besser, Ende 2017 wurde bekannt, dass die Spieler über vier Monate keine Gehälter erhalten haben.
Der erste Sieg in der Champions League ist zugleich auch der bislang größte Erfolg auf internationaler Bühne. 2009 war es, als das damals von Kurban Berdijew trainierte Team im Camp Nou den FC Barcelona schlug. Wer mehr darüber wissen möchte, was Berdijew mit Kasan verbindet, dem sei unser Fußballkulturreiseführer „Doppelpass mit Russland“ empfohlen, den es exklusiv an der Fanbotschaft und online zu lesen gibt. Zur Taktik heißt es dort, dass Berdijew einfach einen Bus vor dem eigenen Tor geparkt hätte.


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